Willkommen im Atarimuseum 

Atarimuseum

Wenn der Name ATARI fällt, denken die Meisten an die klassischen Videospiele oder ihren ersten Computer – meist ein 800XL oder eins der zahlreichen ST-Modelle. Und auch wenn es die Firma als solche schon längst nicht mehr gibt, so ist der Name doch noch immer im Bewusstsein vieler eingebrannt.

Doch Atari war mehr als nur ein Videospiel- und Computerhersteller. Die Firma ebnete den Weg für die heute milliardenschwere Videospielbranche, nutzte oft schon früh und ihrer Zeit weit voraus Technologien, die heute selbstverständlich sind. Amiga, NES und Sega Mega Drive wären alle um ein Haar zumindest in Nordamerika unter der Marke Atari vertrieben worden, hätten nicht jedes Mal wirtschaftliche Umstände dagegen gesprochen. Atari experimentierte mit Holografie, Laserdiscs, Virtual Reality, Multiprozessor-Technologien und Spielsteuerung per Gedankenübertragung, um nur mal einige Beispiele zu nennen. Produkte für die Gesundheitsbranche wurden ebenso entwickelt wie Bildtelefone oder Geräte für die Musikbranche. Unter der Marke Atari erschienen auch Flipper, Jukeboxen, Taschenrechner, Taschen-Datenbanken u.v.m… Personen, die bei Atari mitwirkten, nahmen oft auch danach noch großen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Technik – so arbeitete Joe Decuir, der die SIO-Schnittstelle der 8-Bit-Ataris entwickelte, später am USB-Standard mit, Amiga-Chefentwickler Jay Miner arbeitete schon an der 2600-Konsole und den ersten Atari-Computern mit, und Steve Jobs war vor der Gründung von Apple freier Mitarbeiter bei Ataris Elektroingenieuren.

Die Marke Atari gibt es zwar auch heute noch – allerdings handelt es sich hier um eine kleine Firma, die bis 2009 Infogrames hieß und sich eher um die kommerzielle Neuverwertung der Atari-Klassiker aus den 1970er und 1980er Jahren auf aktuellen Systemen kümmert oder mit anderen Dingen wie beispielsweise Kryptowährungen experimentiert. Diese Website beleuchtet die Aspekte von der Gründung der Firma Atari im Jahr 1972 bis zur Einstellung des Arcadegeschäfts von Midway Games West im Jahr 2001.

Tauchen Sie ein in die „fantastische Welt von ATARI“, wie es damals schon im Werbefernsehen hieß. Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern :-)


Wer auf der Suche nach Foren und Gleichgesinnten ist, dem seien hier noch folgende Links ans Herz gelegt:

Letzte Updates
05.05.19: Neu aufgeschaltete Seiten: Hotz MIDI Translator, Taschenrechner, Tischrechner, Datenbanken (vorher alle drei Bereiche auf einer Seite), Atari Educational System, Stiftung Warentest Ausgabe 10/1984: Test Heimcomputer. Auch die PC-Kompatiblen haben jetzt eine gemeinsame Peripherie-Seite.

21.04.19: Die Computer-Welt wurde ein wenig aufgeräumt, die ST-Serie der Übersichtlichkeit halber wieder in einzelne Bereiche aufgeteilt. Zudem gibt es jetzt eine Peripherie-Unterseite für alle TOS-Computer.

21.04.19: Der Roboter Kermit und seine Nebenprojekte sowie die Atari Corporate Research Labs sind online

Letzte Neuzugänge
TTM195, SM124, CX50 Keyboard Controllers, diverse Literatur, Fachzeitschriften und Software, Falcon 4/14-MB RAM-Karte für PS/2-Riegel, Jaguar T-Shirt, Jaguar- und Atari-Kaffeetassen (2. Mai 2019)

Mega STE/2-48 (OVP), 1040STFM, SM124, STM1, Commodore 1084S-D1 Monitor (OVP), Elite Joy Board Arcadejoystick, Competition Pro Joystick grün/chrom + Software: Leonardo ST, Spacola, Vroom, Vroom Data Disk, The Secret of Monkey Island, Lemmings, Bolo, Dan Dare III, Mind Games, Shufflepuck Cafe, Wings of Death, Pirates!, Super Cars, Super Cars II, That's Write, MindScape Formula One Grand Prix, Special Forces, Eagle's Rider, Super Space Invaders, Out Run Europa, Oxxonian und North & South (2. Februar 2019)

Spielmodule Space Invaders (CX2632), Golf (CX2634) und Slot Racers (CX2606) für das Atari 2600 Video Computer System, jeweils in der Originalverpackung (4. September 2018)

Was geschah im Mai?


Syzygy Co. Syzygy Company
1972
Marketingleiter David Ralstin verlässt Nutting Associates. Nolan Bushnell versucht mit Hilfe der Anwaltskanzlei Hopkins, Jordan, Mitchell & Sullivan das Projekt Syzygy Co. als eigenständige Firma zu etablieren. Da der Name jedoch bereits an eine örtliche Dachdeckerfirma vergeben ist, scheitert das Vorhaben vorerst. Am 24. Mai besucht Bushnell die Hausmesse der Firma Magnavox in Burlingame, wo das Fernseh-Tennisspiel Magnavox Odyssey 100 vorgestellt wird, das aus Ralph Baers Brown Box von 1968 entstand.


Atari, Inc. & Kee Games, Inc. Kee Games  Atari, Inc.
1973
Am 4. Mai wird die Atari International durch die Multi-National Corporation gegründet, geleitet wird die Firma von Ruth Duncan, Mary Kinne und Mary Somers. In Großbritannien wird am 7. Mai mit Atari (UK) Limited durch Philip Smith die erste eigene Auslandsgesellschaft gegründet. Die Verwaltung von Syzygy/Atari zieht unterdessen ins Cadre Building am 14600 Winchester Boulevard in Los Gatos um. Immer mehr unlizenzierte Pong-Nachbauten gelangen auf den Markt, darunter auch einer von Nutting Associates. Am 19. Mai veröffentlicht Syzygy/Atari daraufhin eine Werbeanzeige im Cash Box Magazin, in der sie die Hersteller dieser Arcadespiele ins Lächerliche zieht (We know what WE'RE doing! / The One and Only Atari Band Wagon).

1974
Atari Pong Die von Atari-Mitgründet Ted Dabney gegründete Syzygy Game Corporation wird geschlossen, das Vermögen wird von der Syzygy Company unter der Leitung von Nolan Bushnell und Ted Olson aufgekauft. Die Cocktail-Variante von Pong kommt auf den Markt und im BayFair Regional Shopping Center an der Ecke East 14th Street / 155th Avenue in San Leandro eröffnet das Atari Family Game Center auf 150 Quadratmeter. Sechzehn Spiele werden in der Spielhalle aufgestellt, vier davon sind von Atari (Pong, Gotcha, Rebound, Gran Trak 10). Das Center ist das erste, das nach dem Atari Leisure Time Game Center-Konzept gestaltet wurde.

1975
Das Spiel Crossfire (Kee Games) wird fertiggestellt und Tank II unter der Marke Kee Games auf den Markt gebracht. Den Umsatz des Geschäftsjahres 1974/75 gibt Atari mit 19 Millionen Dollar an.

1976
Indy 4 kommt unter der Marke Kee Games auf den Markt. Eugene Jarvis, bisher bei Hewlett-Packard, wechselt als Mikroprozessor-Programmierer in die Pinball Division von Atari. Die Federal Communications Commission, kurz FCC, die Zulassungsbehörde für Kommunikationsgeräte der Vereinigten Staaten, erteilt die Freigabe für die Spielkonsole Super Pong Ten.

1977
Pizza Time Theatre Auf der New York Premium Show werden am 2. Mai die Spielkonsole Super Pong Pro-Am vorgestellt und die Konsole Super Pong Pro-Am Ten angekündigt. Das Arcadespiel Sprint 8 kommt unter der Marke Kee Games in die Spielhallen. Am 15. Mai wird das neue 9290 m² große Gebäude an der 1215 Borregas Avenue in Sunnyvale eingeweiht, es soll die bisherige Fabrik an der 1280 Reamwood Avenue ersetzen. Brad Stewart kommt als Spieleprogrammierer zum Projekt Stella. Am 16. Mai wird am 370 South Winchester Boulevard in San Jose das erste Pizza Time Theatre auf 465 m² eröffnet. Das Konzept vereint eine Pizzeria und eine Arcade-Spielhalle, die Maskottchen sind Chuck E. Cheese, Crusty the Cat, der Hillbilly-Country-singende Hund Jasper T. Jowls, der opernsingende italienische Koch Pasqually und die drei soulsingenden Elstern The Warblettes.

1978
Gene Landrum, Leiter der Atari Restaurant Operating Division, wechselt als Präsident zur Atari-Tochter Pizza Time Theatre. Dennis Groth, vormals bei Arthur Young & Co., wechselt als Vice President Finance / CFO zu Atari, er ersetzt Bill White, der die Firma verlässt. Der Kundenservice für die Arcadespiele zieht von der 2175 Martin Avenue in Santa Clara in das Gebäude am 1344 Bordeaux Drive in Sunnyvale um. Larry Kaplan wird Consumer Software Manager. Mit Capture the Flag, The Maze und Wizard werden weitere VCS-Spiele angekündigt.

1979
Atari Basketball Erste Vorstellung der Computer 400 und 800 für die Allgemeinheit auf der West Coast Computer Faire in San Francisco ab dem 11. Mai, hier werden auch bereits mehr Softwaretitel gezeigt als auf der CES im Januar. Die Arcadespiele Atari Basketball und Subs in der 2-Spieler/2-Bildschirme-Version kommen auf den Markt. Für den Sommer werden die VCS-Spiele Superman, BASIC Programming, Backgammon und Video Chess angekündigt. Im Streit gegen die FCC-Freigabe des TI-99/4 antwortet Texas Instruments auf die von Atari und anderen vorgebrachten Vorwürfe, dass ihr hauseigener Class I-Standard den allgemein gültigen CBEMA-Standard (Computer and Business Equipment Manufacturers Association) übertreffen würde. Atari antwortet hierauf, dass der CBEMA-Standard nur für gewerblich genutzte Geräte gelte, die in 30 Meter Entfernung zu einem Fernseher aufgestellt werden, nicht jedoch für Geräte im Heimgebrauch. Atari untermauert dies mit Fotos, auf denen CBEMA-konforme Computer neben Fernsehern aufgestellt sind, die ein deutlich verzerrtes Bild anzeigen.

1980
In Westdeutschland wird die Atari Elektronik Vertriebsgesellschaft mbH am 6. Mai ins Handelsregister eingetragen. David Burling von der Kanzlei Collier, Shannon, Rill, Edward & Scott wird Vice President Counsel bei Atari. Atari reicht als Antwort auf Activisions Ankündigung, eigene Videospiele für das VCS zu veröffentlichen, eine 20-Millionen-Dollar-Klage in San Francisco ein mit der Begründung, Activision würde Videospiel-Geheimnisse stehlen, Markenrechte verletzen und unlauteren Wettbewerb betreiben. Dennis Koble wird neuer Leiter der Softwareentwicklung in der Consumer Division, John Powers III. Leiter der Softwareentwicklung für die Computersparte. Beide ersetzen George Simcock, der in den Ruhestand tritt. Steve Wright wird Nachfolger für Koble als Software Manager der Consumer Division, Brian Johnston wird Systems Software Manager in der Computersparte.

1981
Der Preis des 400 mit 16 kB RAM wird auf $399 gesenkt, die Variante mit 8 kB RAM ab sofort nicht mehr ausgeliefert. Dafür sind künftig weder das BASIC-Modul noch das Buch Atari BASIC im Paket enthalten. Die Upright- und Cocktail-Versionen von Asteroids Deluxe sowie die Sitdown-Version von Red Baron kommen in den Handel. Michael Baughman wird als Industrieingenieur in der Consumer Division eingestellt, Jon Ebbs wird Vice President Consumer Product Service.

1982
Atari VCS: Yars' Revenge Die Atari Special Projects Inc. stattet das Club Méditerranée Computerklassenzimmer mit Equipment aus und bietet Seminare an. Atari löst dabei die Firma Computer Camp aus Santa Barbara ab, die dieses Klassenzimmer seit November 1981 betreut hat. Ein weiteres Atari-Klassenzimmer soll im Club Med Eleuthera auf den Bahamas entstehen. Das VCS-Spiel Pac-Man wird in Europa erstmals am 13. Mai im Londoner Hilton vorgestellt. Am 14. Mai wird die Atari International (U.K.) Limited ins britische Handelsregister eingetragen. Anthony Jones vom vormaligen Vertriebspartner Ingersoll Electronics wechselt als Geschäftsführer zu Atari UK, John Constantine konzentriert sich wieder ausschließlich auf Atari Far East Limited. Das VCS-Spiel Yars' Revenge von Howard Scott Warshaw kommt in den Handel. Ein zweites Regional Software Acquisition Center der ASAP wird an der 57 John F Kennedy Street in Cambridge, Massachusetts, eröffnet, die Leitung übernimmt Jerry Connelly. Mittlerweile gibt es erste Planungen für eine Atari-Fabrik in New York. Die Consumer Programmers Group zieht von der 1272 Borregas Avenue ins neue Gebäude am 275 Gibraltar Drive um. Atari Benelux wird aus der WEA Records B.V. ausgegliedert und operiert fortan unter Atari International (Benelux) B.V. als eigenständige Tochtergesellschaft Ataris, die Leitung übernimmt Peter Woodward, bisher bei Casablanca Records.

1983
Atari: Star Wars Die Produktion des Computers 400 wird komplett eingestellt, der 800 wird in den USA eingestellt, die internationale Version fortan in Hong Kong produziert. Ebenso wird die Produktion des unpopulären 1200XL in den USA eingestellt. Die Fabriken 1173 Borregas Avenue und 1215 Borregas Avenue werden stillgelegt. Die Firma Tandon beginnt in Singapur mit der Produktion des 1050-Diskettenlaufwerks. Die Entwicklung der noch nicht erschienen Spiele Dukes of Hazzard (2600) und RealSports Basketball (5200) wird gestoppt. Die Arcadespiele Arabian (unter Lizenz von Sun Electronics), Star Wars als Upright- und Cockpit-Version sowie die Cocktail-Version von Food Fight kommen auf den Markt, ebenso das Computerspiel E.T. Phone Home. Am 20. Mai wird angekündigt, dass es zu den 1700 bereits bekannten Stellenstreichungen weitere 225 Kündigungen zum 27. Mai geben wird. Am gleichen Tag übernimmt Atari International (Italy) den Vertrieb der 2600-Konsole vom bisherigen Vertreiber Melchioni sowie den der Computer von Adveico. Atari Italy sitzt an der Viale Della Liberaziona 18 in Mailand. Das Video Arcade-Spiel Submarine Commander kommt auf den Markt. Industrias Gradiente Brasileira erhält von Atari eine Lizenz zum Nachbau und Verkauf von 2600-Systemen und -Spielen in Brasilien.

1984
Atari 7800 ProSystem Auf der Lucasfilm Ranch in Marin County stellen Lucasfilm und Atari gemeinsam die Spiele Ballblazer und Rescue on Fractalus! vor, beide Spiele wurden von der Lucasfilm Computer Division Games Group entwickelt und sollen von Atari für die 5200-Konsole sowie später auch als AtariSoft-Titel vertrieben werden. Im Raheen Industrial Estate an der Ennis Road in Limerick wird die neue 12600 m² große Fabrik in Betrieb genommen, die nahegelegene Fabrik an der Ballysimon Road wird in ein Vertriebszentrum umgewandelt. Auf einer Pressekonferenz in New York wird die neue Spielkonsole 7800 ProSystem am 21. Mai erstmals vorgestellt, nachdem GCC den Grafikchip GCC-1702B im April endlich für serienreif erklären konnte. Dreizehn Spiele soll es zum Marktstart geben, zudem ist die Konsole im Gegensatz zur 5200 weitestgehend zur 2600 abwärtskompatibel. Außerdem soll es eine High Score Cartridge, ein 7800 Computer Keyboard sowie ein 7800 ProSystem Adapter für das 5200 als Erweiterungen dazu geben. Die immer noch existente Tochter Kee Games wird am 23. Mai in Warner Entertainment umbenannt. Am 27. Mai wird in London erstmals die Junior-Variante der Konsole 2600 vorgestellt, sie soll im September in den Handel kommen. Außerdem werden mit Track & Field, Jr. Pac-Man und Midnight Magic weitere Spiele präsentiert, ebenso soll es eine weitere Welle von AtariSoft-Programmen speziell für Sinclair ZX Spectrum sowie die Acorn-Computer BBC Model B und BBC/Electron geben. Am 30. Mai kündigt Atari an, sich aus dem Joint-Venture mit Wong's Electronics zurückziehen und die Fabrik in Hong Kong schließen zu wollen, die Produktion soll zur ATMC nach Taiwan verlagert werden. Weitere 800 bis 1000 Stellenstreichungen werden zudem in den USA erwartet, zur Zeit sind hier noch 2250 Mitarbeiter beschäftigt.


Atari Corporation, Atari Games Corporation und Tengen, Inc. Atari Corporation  Atari Games Corporation
1984
Jack Tramiel Jack Tramiel, Holocaust-Überlebender und Gründer der Commodore Business Machines, musste nach einem Streit mit Mitinhaber Irving Gould und Anteilseigner Rick Goulding über die Führung Commodores im Januar 1984 seine Firma verlassen und gründet am 17. Mai zusammen mit Justitiar Lee Schreiber und Hardwareentwickler Shiraz Shivji die Firma Tramel Technologies Ltd., kurz TTL – absichtlich mit fehlendem „i“, um auf die korrekte Aussprache seines Nachnamens hinzuweisen. Nun sucht TTL landauf, landab nach Computerherstellern, die für eine Übernahme bereit sind, darunter besucht Tramiel auch Amiga, wo man jedoch nur wenig begeistert davon ist, dass er nur den Chipsatz, aber nichts weiter haben wolle. Weitere Topleute kündigen bei Commodore: Arthur Morgan, John Hoenig und Douglas Renn wechseln zu TTL, ihnen folgen bald Lloyd Taylor (President Technology), Bernie Witter (Vice President Finance), Sam Chin (Commodore Asia), Joe Spiteri (Manufacturing), David Carlone (Manufacturing), John Teagans (PET) und Gregg Pratt (Vice President Operations). Jacks Sohn Sam Tramiel wird Präsident von TTL. Commodore-Chef Gould versucht, das Abwerben seiner Ingenieure durch TTL juristisch zu verhindern, hat damit aber keinen Erfolg. TTL beginnt mit ersten Arbeiten an einem sehr puristischen 16-Bit-Computer auf Shivjis Küchentisch, der wenig später den vorläufigen Namen RBP (für Rock Bottom Price) erhält. Steve Ross von Warner Communications bekommt von den Kaufabsichten TTLs Wind, die Investmentbank Lazard Frères & Co. nimmt im Auftrag von Warner Kontakt mit Tramiel auf. Warner sucht dringend einen Käufer für die schwer angeschlagene Atari Consumer Products Division – die Sparte hat im Geschäftsjahr 1983/84 einen satten Verlust von 536 Millionen Dollar erwirtschaftet. Wisse Dekker von Philips hat bereits im April einen Kauf abgelehnt. Die Verhandlungen zwischen Warner und TTL beginnen noch im selben Monat.

1985
Atari 520ST Sig Schreyer, vormals bei Silver Reed, wird neuer Vice President und General Manager Sales, Marketing and General Administration bei Atari (U.S.), Vice President Sales David Navarro verlässt die Firma – seine Aufgaben werden von James Copland übernommen. Auf den britischen Inseln wird die Tochterfirma Trylight Limited gegründet. Die bisher aufgebaute Organisation in Europa wird bestätigt, Pläne für eine zuerst angedachte Europazentrale sind somit vom Tisch. Atari unterhält derzeit Niederlassungen in Westdeutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und auf den britischen Inseln, in anderen europäischen Ländern werden externe Vertriebspartner verpflichtet. Marketing, Finanzierung, Administration und Logistik werden von Atari Corp. (U.K.) koordiniert. Massimo Ruosi bleibt Europe General Manager sowie Leiter von Atari Italia, zudem beaufsichtigt er derzeit Atari France und Atari Corp. (U.K.). Auf der COMDEX im Georgia World Congress Center in Atlanta verkündet Atari, dass erste ST-Computer noch diesen Monat an Beta-Tester ausgeliefert werden sollen. Der 130ST wurde zwischenzeitlich von der Produktpalette gestrichen. Bestätigt wird außerdem, dass man in Zusammenarbeit mit einer nordamerikanischen Philips-Tochter an einem CD-ROM-Laufwerk für den ST arbeitet. In Westdeutschland gelangen bereits erste Exemplare des 520ST in den Handel. In Italien werden die Preise neu festgelegt – der 600XL kostet dort nun L. 149, der 800XL L. 299 und der 130XE L. 380. Die Newco Ireland Limited wird zum 17. Mai in Atari Games Ireland Limited umbenannt. Die Warner-Tochter Atari Holdings beantragt beim US-Patentamt die Nachprüfung des Patents 3.900.886 Sonic Color Systems, das von Jan Coyle und Robert Stevens gehalten wird. Durch den Aufkauf des Pizza Time Theatre durch Showbiz Pizza Time erhalten die Gläubiger insgesamt vier Millionen Aktien sowie weitere 500.000 Vorzugsaktien von Showbiz. Atari Holdings erhält dadurch 121.551 Aktien plus 16.011 Vorzugsaktien. Die Hauptverwaltung wird nach Los Angeles verlegt.

1986
Atari Games: Gauntlet Die Spielkonsole 7800 wird in einer überarbeiteten Version in Kanada in den Handel gebracht. Hauptänderung zum 1984er-Modell ist, dass der Erweiterungsanschluss auf der linken Seite künftig entfällt. Ebenso werden die von Shinwa produzierten Nadeldrucker XMM801 und SMM804 für XE- bzw. ST-Computer nach mehrmonatiger Verzögerung endlich ausgeliefert. Für den XE erscheint außerdem die Software Atari Planetarium. Am 10. Mai mietet Atari das Lagerhaus 360 Caribbean Drive in Sunnyvale an, um zusätzliche Lagerfläche zu schaffen. Geoffrey Earle wird neuer nationaler Verkaufsleiter bei Atari (Canada). In Mendham, New Jersey, wird die Publikationsfirma Atari Explorer Publications Corp. gegründet, das Büro befindet sich im Haus 7 Hilltop Road. Erste Exemplare der Festplatte SH204 werden am 26. Mai ausgeliefert. Die britische Firma Feudos Limited benennt sich am 27. Mai in Flare Technology Limited um. Die Zwei-Spieler-Variante des Arcadespiels Gauntlet wird veröffentlicht.

1987
Atari DMP2000 Auf der Jahreshauptversammlung werden Greg Pratt und Michael Rosenberg (bisher bei Ross & Roberts) neu in den Vorstand gewählt, Michael Katz scheidet dagegen aus dem Vorstand aus, bleibt der Firma aber in seinen anderen Posten erhalten. Auf der Summer CES in Chicago präsentiert sich Atari unter dem Banner Come Fly With Us und stellt zahlreiche Neuheiten rund um ihre Spielkonsolen 2600, 7800 und XE Game System vor – darunter 40 Spiele (16 für 2600, zehn für 7800 und 14 für XE). An Hardware wird das neue Diskettenlaufwerk XF551 vorgestellt, das zusammen mit ADOS ausgeliefert werden soll, außerdem die Software SX Express! Die Firma Hartech U.S.A. stellt eine Reihe von Taschen- und Tischrechnern sowie Taschendatenbanken unter dem Atari-Logo vor. Die Firma Mindscape gibt bekannt, dass sie nun exklusiv Atari Games-Spiele als Computerspielversionen herausbringen würde, beginnend mit Gauntlet auf Atari XL/XE und Commodore 64/128 sowie Paperboy auf Commodore 64/128. Weitere vertraglich gesicherte Titel sind die Spiele RoadBlasters, Gauntlet II, Rolling Thunder, 720° und Road Runner.

1988
Atari PC4 Atari Deutschland-Geschäftsführer Alwin Stumpf übernimmt zusätzlich die Position des Geschäftsführers von Atari (Benelux) und löst Pieter Norp ab, der als Controller und Prokurist bei der Firma bleibt. Atari kauft das US-Patent 4349708 (Joystick control) von Atari Holdings auf. Neil Harris wechselt als Marketingdirektor von Atari (U.S.) zur Atari Corporation und ersetzt dort Larry Samuels, der die Firma verlässt. Für den 2600 erscheint das Spiel Crossbow, für den ST Atari Planetarium, Missile Command und Crack'ed, in Großbritannien zusätzlich XOR und Super Breakout. Atari taucht in diesem Monat erstmals in der Fortune 500-Liste auf Platz 484 auf. Auf der Jahreshauptversammlung am 17. Mai wird Sam Tramiel zum neuen CEO bestimmt, er löst damit seinen Vater Jack Tramiel ab, der aber nach wie vor Vorstandsvorsitzender bleibt. Sam bleibt weiterhin auch COO und Präsident der Firma. Auf der Hausmesse im Café Royal in London zeigt Atari am 26. Mai erstmals den PC4 und kündigt zudem an, dass es ab September mit dem 1040STFM ein weiteres ST-Modell geben soll. Atari Games kauft am 10. Mai 15,6 Morgen Land im Norden von San Jose zum Bau einer neuen Zentrale, bis 1990 sollen hier 400 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, Tengen soll an den 1623 Buckeye Drive in Milpitas umziehen. Von der Firma Mirrorsoft erwirbt Atari Games eine vermeintlich weltweite Exklusivlizenz des sowjetischen Spiels Tetris. Das elektromechanische Spiel Pot Shot kommt auf den Markt, ebenso das Namco-Arcadespiel Final Lap als Sitdown-Version. John Ray, bei Atari von 1977 bis 1984 und danach bei Finial Technology, wird neuer Entwicklungsleiter bei Atari Games.

1989
Tengen: Tetris (NES) In Europa kommen erste Geräte der Atari Transputer Workstation 800 auf den Markt, in Westdeutschland der PC4. Für die Konsole 2600 erscheinen die Titel Dark Chambers und Double Dunk, für die 7800 Super Huey und Ace of Aces und für die XE-Serie Into the Eagle's Nest und AtariWriter 80. Im laufenden Verfahren C88-4805 FMS Atari Games und Tengen gegen Nintendo schaltet sich nun auch die Atari Corporation ein. Hier geht es um die Verletzung des US-Patents 4445114 Apparatus For Scrolling a Video Display, welches am 24. April 1984 an Atari-Ingenieur David Stubben ausgegeben wurde. Mindscape veröffentlicht Gauntlet für den Apple Macintosh. Im Russian Tea Room in New York wird am 17. Mai ausschweifend die Veröffentlichung der Tengen-Version von Tetris für das NES gefeiert. Nintendo reicht am 25. Mai gegen die Veröffentlichung vor dem Bundesgericht in San Francisco Klage ein. Eine einstweilige Verfügung, wonach Tengen ihre Version nicht mehr vertreiben dürfe, wird von Richterin Fern Smith nicht zugelassen, ebensowenig einen Antrag Tengens, den Prozess nicht zuzulassen. Smith weist zudem Klagen von Atari Games und Tengen wegen Markenrechtsverletzung ab.

1990
Atari (U.K.) und Flare Technology gründen 3. Mai gemeinsam die Firma Arcbase Limited, an der Atari (U.K.) die Mehrheitsbeteiligung von 80% hält. Zum 7. Mai ist der Lynx endlich in den USA landesweit erhältlich, angekändigt werden das Spiel Gauntlet – The Third Encounter, eine Tragetasche und erneut ein Adapter für Autosteckdosen. Der Preis des 1040STFM wird in den USA auf $699 gesenkt, der des Mega 4 auf $1795,95. Atari (U.K.) bringt das Modell 4.5 der ATW800 auf den Markt, es ersetzt das bisher vertriebene Modell 4. In Westdeutschland kommt die Stacy4 mit 40 MB-Festplatte auf den Markt. Die Atari Games-Tochter Shographics, Inc. wird gegründet und löst die Sho Graphics Division ab. Tengen gibt den Gewinn des Finanzjahres 1989/90 mit mehr als 41 Millionen Dollar an. Vier neue NES-Titel werden für den Sommer 1990 angekündigt: R.B.I. Baseball 2, Ms. Pac-Man, Fantasy Zone und Klax.

1991
Atari Mega STE Am 10. Mai erscheint für den Lynx das Spiel WarBirds. Auf der Jahreshauptversammlung gibt Atari bekannt, dass der bisher ST Pad genannte Tabletcomputer als Atari Stylus auf den Markt kommen soll, auch wird bestätigt, dass sich die Baureihen 2600, 7800 und XE nach wie vor in Produktion befinden. Der Mega STE kommt in Deutschland in den Handel. Roberto Cazzaro, Software Strategy Director bei Atari Italia, wechselt zu Microsoft. In einer internen Notiz schreibt Atari-Präsident Sam Tramiel am 16. Mai, dass die Entwicklung der Spielkonsole Panther zu Gunsten des Jaguar eingestellt worden sei. Sollte irgendjemand nach dem Grund fragen, seien technische Probleme anzugeben, so Tramiel. Die Panorama-Version des Arcadespiels Race Drivin' kommt auf den Markt. Atari Games droht am 21. Mai mit Schließung Tengens und der Entlassung aller 39 Mitarbeiter, sollte Bezirksrichterin Smith auf die Rückrufaktion aller unlizenzierten NES-Spiele bestehen. Smith gewährt Atari Games daraufhin eine Schonfrist von sechs Monaten bzw. bis zu einem Urteil durch das Berufungsgericht des 9. Bezirks zum Rückruf der NES-Module, um der Firma die Chance zu geben, den möglichen finanziellen Schaden zu erläutern.

1992
Atari ST Book Im Prozess gegen Nintendo kommt das Gericht am 1. Mai zu dem Urteil, dass eine Monopolstellung allein in den USA nicht strafbar sei, es konnte auch nicht bewiesen werden, dass Nintendo seine Marktstellung missbrauchen würde. Die Jury ist sich noch uneinig über die Fragen, ob die Exklusivverträge marktschädigend sind und ob Nintendo die Marktstellung mit illegalen Mitteln erworben hat. Am gleichen Tag erscheint die erste Ausgabe des Magazins Atari Explorer Online, herausgegeben von John Jainschigg und Ron Kovacs. Richterin Fern Smith weist die Klage gegen Nintendo am 14. Mai ab, Atari prüft, in Berufung zu gehen. Am 28. Mai wird das FontGDOS des Graphic Device Operating Systems für TOS-Computer veröffentlicht. Auf der Summer CES in Chicago gibt Atari bekannt, dass noch im Juni vier neue Lynx-Spiele erscheinen sollen (Batman Returns, BasketBrawl, Lynx Casino, Rampart), im Juli und August sollen Hockey, Hydra, Hyperdrome, Kung Food, Pinball Jam, Pit-Fighter, Rolling Thunder, Shadow of the Beast, Steel Talons und World Class Soccer folgen. 25 weitere Titel sollen dann noch bis Ende des Jahres auf den Markt kommen. In Deutschland kommen die ersten Exemplare des Notebooks ST Book in den Handel. Das JAMMA-Kit des Arcadespiels Relief Pitcher erscheint.

1993
ION Finland Oy wird zum 10. Mai neuer Vertriebspartner der Atari-Geräte in Finnland, SLO Viestinta (Engineering Division) vertreibt in Finnland den Falcon030 im Audio- und Videomarkt. Geoff Earle verlässt die Firma und Atari (Canada) wird geschlossen. Die letzte Ausgabe der Atari Explorer Online wird freigeschaltet, die Atari Explorer-Redaktion danach aufgelöst. Mike Lindsay, Darren Meer und Travis Guy verlassen die Firma. Atari erwirbt eine Lizenz der Cinepak-Videokomprimierungstechnologie von SuperMac Technology. Richterin Fern Smith entscheidet am 17. Mai in allen Belangen zu Gunsten von Nintendo und damit gegen Atari Games und Tengen. Atari Games wird der Urheberrechtsverletzung schuldig gesprochen, da die Firma es durch das Umgehen des NES-Sicherheitssystems auch anderen Firmen möglich gemacht haben soll, illegale Spiele für das System zu entwickeln. Die Anschuldigung Nintendos, dass sich Atari Games unrechtmäßig Zugang zu den Entwicklungsunterlagen des Lockout-Chips verschafft habe, wird vom Gericht anerkannt.

1994
Tengen: R.B.I. Baseball '94 (Sega Genesis) Roy Beltramo wechselt von Gallo Salame als Vice President Marketing zu Atari zurück und ersetzt Terrence Valeski, der schon nach kurzer Zeit die Firma wieder verlässt. Atari vergibt eine Lizenz zur Entwicklung einer Jaguar-Steckkarte für PCs an die Firma Sigma Designs. Mittlerweile ist die Jaguar-Konsole zwar landesweit zu haben, zur Zeit sind aber immer noch nur fünf Spieletitel lieferbar und die Verkäufe des Systems laufen entgegen der sehr hoch gesteckten Erwartungen des Atari-Managements nur sehr schleppend. Atari Europe-Manager Bob Gleadow bestätigt unterdessen in einem Interview, dass der Falcon030 nach wie vor in Taiwan gefertigt und der ST je nach Nachfrage produziert wird. Das Tengen-Spiel R.B.I. Baseball '94 für Sega Genesis/MegaDrive erscheint. Pat Pickham wird neuer Geschäftsführer der Atari Games Ireland Limited in Tipperary und ersetzt Mike Nevin, der zu Namco Europe wechselt. Ted Hoff wechselt zum 23. Mai zur Twentieth Century Fox Interactive Multimedia Division. Die Tochter Tengen Inc. wird am 27. Mai in Time Warner Interactive (California) Inc. (Kürzel: TWIC) umbenannt.

1995
Atari Jaguar VR Nach dem recht erfolgreichen Marktstart der Jaguar-Konsole im Vereinigten Königreich unterzeichnet Atari am 9. Mai eine Reihe von Vertriebsverträgen, darunter mit Cosmo in Deutschland, Mirage in Polen, Product Finale in Spanien und Adastra in Schweden. Atari strebt weitere Veröffentlichungen der Konsole in Dänemark, Italien, Israel und der Türkei an. Auf der allerersten Electronic Entertainment Expo (kurz: 3E) in Los Angeles stellen Atari und die Virtuality Group das Jaguar VR-Headset erstmals offiziell vor, dazu passend die Spiele Missile Command VR und Zone Hunter. Die Markteinführung des Jaguar CD wird nun auf den August verschoben und Myst wird als neuer CD-Titel angekündigt. Vorgestellt wird auch der TeamTap-Adapter, mit dem sich mehrere Controller an eine Konsole anschließen lassen. Bis zum Jahresende sollen ganze 100 Spiele für die Konsole erhältlich sein, die sich nach wie vor am Markt nicht behaupten kann. Angekündigt wird eine Reihe von Fortsetzungen des noch nicht erschienenen Spiels Highlander: The Last of the MacLeods als RPG-Reihe, auch klassische Spiele sollen nun umgesetzt werden, darunter Dactyl Joust. Der Start der PC-Spiele wird zum Jahresende bestätigt. Dan van Elderen wird zum 8. Mai Präsident und COO der neuen TWi Games Division, die sich aus der Arcade Games Division (bisher Atari Games Corporation) und der TWi Consumer Games Division (bisher Time Warner Interactive (California) oder TWI (Games)) zusammensetzt. Ihre Hauptverwaltung befindet sich in der Atari Games-Zentrale in Milpitas, die Division unterhält Niederlassungen in New York, London, Tipperary, Paris und Tokyo. Auf der 3E wird bekannt, dass Power Drive Rally im Juni für den Atari Jaguar erscheinen soll, T-MEK soll im Oktober für Sega 32X und als PC-Version erhältlich sein und Virtua Racing im Juni für den Sega Saturn in Japan sowie zum Marktstart der Konsole am 2. September in den USA. Versionen von Wayne Gretzky and the NHLPA All-Stars sind derzeit für PC, Atari Jaguar und Super Nintendo in Arbeit, die Version für Sega Mega Drive/Genesis erscheint bereits am 26. Mai. TWi gibt die Unterzeichnung eines Lizenzabkommens mit Prolific Publishing für die weltweiten Lizenzrechte an Return Fire aus dem Hause Silent Software für PCs, Sony PlayStation und Sega Saturn bekannt. Die PC-Version soll im Spätherbst erscheinen, die PlayStation-Version Anfang 1996.

1996
Dave Schwartz verlässt Atari und gründet FilmMagic (später ImaginOn). Hardwareentwickler Pat McCarthy verlässt Atari Games.

1997
Mace: The Dark Age wird als 25″-Komplettgerät angeboten.

1999
Auf der E3 in Los Angeles stellt Atari Games am 13. Mai das Spiel Paperboy vor, die Nintendo 64- und PlayStation-Versionen sollen im Herbst erscheinen, die Game Boy Color-Version noch im Mai. Vorgestellt wird auch Gauntlet Legends für N64 und PlayStation, beide Versionen sollen ebenfalls im Herbst erscheinen. Das Universal-Umbauset von Gauntlet Legends wird veröffentlicht. Bill Hindorff wechselt zur 3DO Company.


Nachfolgefirmen Atari, Inc. Midway Games
1998 – HIAC XI Corporation → Atari Interactive, Inc. (Hasbro)
Atari: Centipede HIAC XI wird am 7. Mai in Atari Interactive umbenannt. Kathy Butters, vormals bei Psygnosis, wird Vice President Intellectual Property, Business Development & Affairs Group. Auf der E3 wird am 28. Mai das Spiel Centipede für PC und PlayStation vorgestellt.

2000 – Atari Interactive. Inc. (Hasbro)
Auf der E3 stellt Atari Interactive das Spiel Galaga: Destination Earth vor, das unter der Lizenz von Namco für PCs, PlayStation und den Game Boy Color entwickelt wurde. Es wird jedoch nicht mehr unter dem Atari-Logo erscheinen.

2000 – Midway Games West, Inc. (Midway Games)
Das SpielToobin' (entwickelt von Digital Eclipse) wird von Midway Home Entertainment am 18. Mai für den Game Boy Color in den Handel gebracht.

2001 – Midway Games West, Inc. (Midway Games)
Gauntlet: The Dark Legacy erscheint vom Midway Home Entertainment für die Sony PlayStation 2.

2002 – Atari Interactive, Inc. (Infogrames)
Die Spielesammlung Atari Revival mit den Neuauflagen von Missile Command, Warlords und Combat erscheint für PCs. Am 14. Mai erwirbt die JAKKS Pacific-Tochter Toymax International eine Lizenz zum Bau einer Plug-and-Play-Spielsammlung für Fernseher auf der Basis von Spielen der Atari 2600-Konsole.

2002 – Midway Games, Inc.
Auf der E3 in Los Angeles werden am 22. Mai die Spiele Dr. Muto und Gladiator: The Crimson Reign für PlayStation 2, Xbox und Gamecube angekündigt.

2003 – Atari Interactive, Inc. (Infogrames)
Atari Interactive (die ehemalige HIAC XI Corporation) und Infogrames Interactive (die ehemalige Hasbro Interactive Inc.) verschmelzen am 6. Mai zur Atari Interactive Inc. Die US-Tochter Infogrames Inc. (ehemals GT Interactive Inc.) wird in Atari Inc. umbenannt, der Mutterkonzern behält weiterhin seinen Namen Infogrames Entertainment SA. Mike MacConnell, Interactive Brand Manager, verlässt die Firma.

2003 – Midway Games, Inc.
David Zucker wechselt von Playboy Enterprises als CEO und Präsident zu Midway Games, er ersetzt Neil Nicastro, der von seinen Posten als CEO, COO und Präsident zurücktritt, dem Vorstand aber erhalten bleibt.

2005 – Midway Games, Inc.
Auf der E3 in Los Angeles präsentiert Midway Games die Spiele Gauntlet: Seven Sorrows für PlayStation 2 und Xbox, Midway Arcade Treasures 3 für PlayStation 2, Xbox und Gamecube sowie Midway Arcade Treasures für die Sony PSP. Die PC-Version von Area 51 kommt am 23. Mai in den Handel.

2006 – Midway Games, Inc.
Auf der E3 in Los Angeles kündigt Microsoft an, diverse klassische Arcadespiele auf der Xbox Live Arcade-Plattform aufzunehmen, darunter auch Paperboy von Atari Games.

2007 – Atari Interactive, Inc. (Infogrames)
CEO Frédéric Chesnais verlässt die Firma.

2009 – Atari Interactive, Inc. (Infogrames) → Atari SA
Atari Logo Die Mutterfirma Infogrames Entertainment S.A. wird in Atari SA umbenannt.

2009 – Midway Games, Inc.
Die Firma stimmt zu, alles US-Vermögen zu verkaufen, darunter befinden sich neben dem Mortal Kombat-Franchise und den Entwicklungsstudios in Seattle und Chicago auch alle Rechte an der Marke Atari Games. Das Gesamtpaket soll für 33 Millionen Dollar an die Warner Bros. Entertainment, Inc., einer Tochter der Time Warner, verkauft werden.

2010 – Atari SA
Atari-Gründer Nolan Bushnell wird als Berater engagiert. CEO David Gardner tritt von seinem Posten zurück.

2013 – Atari SA
Atari kündigt im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens in Nordamerika an, dass die Auktion für die Marke Atari, die Atari Classics und die Plattform Atari Casino am 19. Juli abgehalten wird, das Mindestgebot liegt bei 15 Millionen Dollar. Die Auktion für das Battlezone Franchise soll am 18. Juli abgehalten werden, Mindestgebot 250.000 Dollar.

2018 – Atari SA
Auf der Plattform Indiegogo startet eine Crowdfunding-Kampagne für die VCS-Konsole, innerhalb kürzester Zeit kommen mehr als zwei Millionen Dollar zusammen.
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Letzte Seitenaktualisierung: 5.5.2019
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